Mini-Server mit Intel NUC Computer: Ratgeber für Homeserver

Die Idee einen eigenen Homeserver zu betreiben, der Serveraufgaben im heimischen Netzwerk übernimmt, ist heute so populär geworden wie nie zuvor. Wir möchten möglichst unabhängig von großen Dienstanbietern sein und eigene Projekte effizient umsetzen. Der neuste Trend sind dabei sogenannte Mini-Server mit einem sehr geringen Stromverbrauch.

Warum sind Mini-Server heute so beliebt?

Früher war es noch üblich ältere und ausrangierte PC-Systeme mit einem Hypervisor (Proxmox, VM-Ware, Hyper-V) auszustatten und diesen Homeserver dann im Dauerbetrieb Serverrollen übernehmen zu lassen. Das ist aus heutiger Sicht, mit einem Blick auf die aktuellen Energiepreise in Deutschland jedoch längst nicht mehr wirklich rentabel. Umso größer ist die Nachfrage nach sparsamen Mini-Servern geworden.

Immer häufiger finden dabei effiziente Intel NUC Computer ihren Einsatz als Homeserver. Die vor konfigurierten NUC-Systeme sind kompakt, stromsparend und leistungsstark. Noch dazu in vielen verschiedenen Ausführungen im Handel erhältlich, um auch den höchsten Ansprüchen gerecht zu werden. Im Grunde genommen stehen die kleinen NUC-Server den Großen kaum noch in Sachen Leistung nach. Die Next Unit of Computing-Serie, was im Übrigen die Bezeichnung von Intel’s NUC ist, kombiniert moderne Intel-Chipsätze und Prozessoren der neusten Generation.

Als Network-Attached-Storage sind NUCs nicht zu empfehlen:

Für den Aufbau eines Eigenbau-NAS-Servers mit z.B. OpenMediaVault oder FreeNAS eignen sich Mini-Server, wie NUCs in der Praxis eher weniger. Das ist hauptsächlich darauf zurückzuführen, da die Etablierung eines vernünftigen RAID-Systems aufgrund der limitierten Festplatten-Einbaumöglichkeiten, ohne auf externe Speicherlösungen zurückgreifen zu müssen, schlichtweg nicht möglich ist. Geeignete Hardware für den Selbstbau findest du in meinen NAS-Eigenbau-Beitrag

Inhaltsverzeichnis: Mini-Server mit den effizienten NUC-Systemen von Intel (Ratgeber)

Ein Intel NUC als Server verwenden: Welche Vorteile und Features bringt das kompakte System?

Neue Generation von Intel NUC als Mini-Server Der perfekte Allrounder für den Einsatz als Homeserver mit einen Hypervisor

In der Regel arbeiten Intel-NUC Systeme auch im Dauerbetrieb stets zuverlässig und flüsterleise. Diese Eigenschaften sind praktisch, da die meisten Homeserver im Wohnzimmer oder im Home-Office ihren Platz finden. Eine störende Geräuschentwicklung kann mit einem NUC-Server also effektiv vermieden werden.

NUCs zählen zu den ausgereiftesten Mini-PCs auf dem Computermarkt. Je nach Ausstattung kommen wir, dank führender technologischer Innovationen, mit einer sehr hohen Effizienz für rechenintensive Prozesse auf dem Mini-Server aus. Vor dem Kauf müssen wir abwägen, ob wir zu einem Intel NUC mit einem verbauten Core i3, i5 oder zur stärksten Variante mit einem Intel Core i7 für die Serveraufgaben greifen möchten. 

Die Mini-Server (NUCs) sind mit und ohne aktive Kühlung erhältlich

Es sind auch komplett lüfterlose NUC-Server mit Pentium-Prozessoren (J-Serie) erhältlich. Diese eignen sich aufgrund ihres geringen Stromverbrauches sehr für den Einsatz als effizienter Mini-Server mit einem Hypervisor wie z.B. Proxmox-VE, UnRaid oder VMware ESXi für zu Hause. Einige Modelle und mögliche Einsatzgebiete für NUC-Server stelle ich euch in diesem Beitrag vor. Aufgrund ihrer Kompaktheit können wir mit Leichtigkeit einen sehr platzsparenden Server-Rack mit einem Fail-Over-Cluster, bestehend aus mehreren Knoten implementieren.

Heben wir zunächst die wichtigsten Features und Funktionen der Serie hervor.

  • Hardware und Aufrüstoptionen – Erweitert werden kann bei einem Intel NUC der Arbeitsspeicher und die SSD-Festplatte (M.2). Ein Upgrade, der auf dem Mainboard verbauten CPU, ist nicht möglich. Deshalb sollten wir uns bewusst für ein zukunftssicheres Modell mit genügend Leistungsreserven entscheiden.
  • Einsatzgebiete eines Mini-Servers mit Intel NUC – Virtualisierungsumgebungen ermöglichen die Aufnahme von mehreren virtuellen Maschinen und Container. Installieren wir einen Hypervisor wie UnRaid, Hyper-V oder Proxmox auf den Intel NUC, profitieren wir von mehreren Kernen und den bis zu 64-Gigabyte physischen Arbeitsspeicher. Insgesamt stehen uns zwei Steckplätze für RAM-Riegel zur Verfügung. Die Maximalgröße eines einzelnen Riegels kann demnach 32-Gigabyte betragen. Somit sind Intel NUC-Server sogar dazu in der Lage, sehr viele Serveraufgaben zum selben Zeitpunkt zu übernehmen. Möchten wir mehrere VMs betreiben und zeitgleich Docker oder eine andere Plattform für die Containerisierung installieren? Dann eignet sich ein leistungsstarker NUC-Computer mit viel Arbeitsspeicher für den Einsatz als Mini-Server.
  • Die Konnektivität – NUCs verfügen über einen LAN-Anschluss (1000 MBs), integriertes Wireless-LAN und Bluetooth. Für die Verwendung als Homeserver stehen uns reichlich USB-Steckplätze zur Verfügung, die sich sehr gut dafür eignen, externe Speicherlösungen zu verwenden oder einen Drucker anzuschließen. Moderne Modelle verfügen außerdem über USB-C-Ports (Thunderbolt). Für die Erstinstallation und Inbetriebnahme kann ein Monitor über HDMI oder DisplayPort angeschlossen werden.

Welches Betriebssystem eignet sich für einen Intel NUC Heimserver: Proxmox, UnRaid oder VM-Ware?

Intel NUC Mini-Server

Möchten wir einen Intel NUC zum Heimserver umfunktionieren, dann müssen wir uns auch Gedanken um die zu verwendete Hypervisor-Software machen. Für diesen Artikel habe ich die Kompatibilität getestet und kann bestätigen, dass sowohl Proxmox als auch UnRaid auf den Mini-Server (NUC) installierbar und lauffähig sind. Das dürfte nicht zuletzt an den Industriestandards der verbauten Intel-Chipsätze eines NUCs liegen. Auch bei der Verwendung von Hyper-V sehe ich keine Schwierigkeiten.

Etwas genauer nimmt es allerdings VMware mit den lizensierten Netzwerkkarten (Supportet Network-Adapters). Es kann dennoch gut möglich sein, dass VMware hervorragend auf einem NUC-Server läuft. Von mir bis zu diesem Zeitpunkt allerdings noch ungetestet.

Anleitungen für die Installation eines Hypervisor (Tutorials):

Hinweis: Bist du noch auf der Suche nach Projektideen und der Installation von Selfhosted-Software für deinen Mini-Server? Dann findest du in dieser Liste eine Menge verschiedener Tutorials für die Installation. Von Backup-, Smarthome-, Cloud- und Media-Servern ist für jeden etwas dabei.

Mini-Server mit NUC: Übersicht der verschiedenen Modelle

Kleine Server als Barebone und Komplettsystem für Proxmox, VMware, Unraid und HyperV

Wie bereits angesprochen, haben wir bei dem Kauf eines Intel NUCs die Qual der Wahl, in Bezug auf die Hardware. Welche Eigenschaften sind uns für unseren Mini-Server besonders wichtig? Forcieren wir einen geringen Stromverbrauch während des Betriebs oder möchten wir möglichst viel Performance? 

Vielleicht eine Art Mix aus beiden Eigenschaften?

Dann dürften die U-Prozessoren von Intel eine ausgezeichnete Wahl für dich und deinem neuen Heimserver-Projekt sein. Sie verfügen über eine sehr gute Produktivitätsleistung bei einer außergewöhnlichen Leistungsfähigkeit. Alle in diesem Beitrag vorgestellten NUC-Modelle verfügen über die Intel-Virtualisierungstechnologie (VT-x). Ohne diese Option wäre es nicht möglich, virtuelle Maschinen z.B. mit Proxmox auf dem Mini-Server auszuführen.

Aktuelle Intel NUCs mit geeigneten Prozessoren für den Einsatz als Mini-Server (Core i5)

Die Mini-Server sind als Barebone ohne Arbeitsspeicher und Festplatte oder als voll ausgestattetes System, welches direkt Einsatzbereit ist, erhältlich. Möchtest du die Hardware deines Intel NUCs selbst bestimmen, kannst du ein Modell der Serie ohne RAM und SSD erwerben.

Aktuelle NUC-Systeme auf den größten deutschen Internet-Marktplatz (Amazon):

Intel NUC 13 Pro NUC13ANHi7 Arena Canyon Mini PC, Core i7-1360P, 16GB RAM, 512GB SSD, Mini Computer Windows 11 Pro für Business Home Office, Unterstützung 8K/4K Quad Display/WiFi 6E/BT 5.3
Intel NUC, NUC 11 Barebone Mini PC, Core i5-1135G7 4-Core 2.4GHz - 4.2GHz Turbo, 8-Thread, 8MB Cache, 28W Iris™ Xe Graphics ohne OS und Kable NUC11PAHi5
Intel NUC 7 Business Mini PC Desktop, Intel Pentium Silver J5005 Processor, 16GB DDR4 RAM, 512GB SSD, Intel UHD Graphics 605, Wireless-AC, HDMI, Windows 11 Enterprise, Black
Intel NUC 13 Pro NUC13ANHi7 Arena Canyon Mini PC, Core i7-1360P, 16GB RAM, 512GB SSD, Mini Computer Windows 11 Pro für Business Home Office, Unterstützung 8K/4K Quad Display/WiFi 6E/BT 5.3
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Empfehlung: Schaue dir auch das Angebot an Gebrauchtwaren auf eBay für Intel NUC Computer an. Ich habe mir die Mühe gemacht, die günstigsten Angebote nach bestimmten Kriterien für die Heimserver-Aufgaben zu selektieren: Hier geht’s zu den Angeboten!*

Barebones für den Aufbau eines effizienten Homeserver (Bestseller)

Im letzten Abschnitt befinden sich noch einige interessante Angebote für Barebones. Du benötigst nur noch eine M.2 SSD und kompatiblen Arbeitsspeicher für den Mini-Server (Intel NUC). Ich wünsche dir viel Spaß mit deinen eigenen Heimserver. 

Bestseller Nr. 1
Bestseller Nr. 2
Intel NUC Barebone BOXNUC7PJYHN2 EU Cord, Schwarz
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Bestseller Nr. 3
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1 Kommentar on “Mini-Server mit Intel NUC Computer: Ratgeber für Homeserver

  1. Hallo Alexander

    Danke für den Artikel. Ich benutze seit zwei Jahren ein Intel NUC i3 8BH Dualcore für mein Hauptsystem mit Linux Mint. Alles läuft. Allerdings musste ich das Ganze in ein anderes Gehäuse von Akasa einbauen, weil der Lüfter des NUC genervt hat. Mittlerweile möchte ich mir einen weiteren MiniPC als Barebone von Minisforum mit AMD Ryzen wegen dem besseren Preis-Leistungsverhältnis bestellen.
    Meine Frage ist:
    Welches ist die optimale Hardware für einen Test-Server mit einigen VMs und LXC Containern.
    Hier gibt es optimale Minis mit 8 C / 16 T und 32 GM RAM.
    Würde das ausreichen

    Gruß
    Wolfgang

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