ASRock N100M: Das beste Mainboard als Grundlage für die Selbstbau-NAS?

Das neue ASRock N100M Mainboard ist das vermutlich beste Mainboard für den Bau eines schnellen und effizienten Homeserver oder eines NAS-Systems. Das hat verschiedene Gründe, die ich euch in diesem Beitrag näherbringen möchte. Dass der taiwanische Hersteller ASRock gute Platinen für Eigenbau-NAS-Systeme herstellt, ist sicherlich vielen von euch bewusst.

Schon das J5005-ITX oder das J4105-ITX Mainboard vom selben Hersteller trafen in der Vergangenheit auf große Beliebtheit unter den Eigenbau-Enthusiasten. Konkurrenz gab es für diese Mainboards kaum. ASRock schaffte mit seinen SoC-Platinen einen gelungenen Spagat zwischen Energieeffizienz und Performance. Die Systeme verbrauchen im Vergleich zu anderen Boards aufgrund ihrer ab Werk verbauten Low-Voltage-Prozessoren erheblich weniger Strom als andere Boards mit dedizierten Prozessoren. Auch der Anschaffungspreis ist aus diesem Grund etwas, unter dem, was wir ausgeben müssten, würden wir Motherboard und Prozessor jeweils einzeln erwerben müssen.

Mit dem neuen N100M erhalten wir jetzt ein starkes Upgrade zu einem geringen Aufpreis. Verbaut wurde der neue Alder-Lake-N100 Prozessor, der, wie schon bei den Vorgänger Platinen, vollständig passiv gekühlt wird. Mit einer TDP von 6 Watt sind die Stromkosten für den 24/7 Betrieb im Vergleich zu herkömmlichen Systemen sehr gering. Ich habe den N100 bereits ausprobiert und einige Benchmarks durchgeführt.

Inhaltsverzeichnis

Empfehlungen für den Systembau (Homeserver/NAS) in Zusammenhang mit dem ASRock N100M Motherboard

Möchtest Du ein NAS oder Homeserver selbst bauen? Dann habe ich die folgenden Empfehlungen für kompatible Hardware mit dem ASRock N100M Motherboard für Dich:

Das NAS-Mainboard (N100M)
ASRock mb Intel n100m
SATA-Erweiterungskarte
Ziyituod SATA Karte, PCIE 3.0, 4 Ports mit 4 SATA-Kabeln, SATA-Controller-Erweiterungskarte mit Low-Profile-Halterung, Non-Raid, Booten als Systemfestplatte
2.5 Gigabit PCIe
ORICO 2.5GBase-T PCIe Netzwerkadapter 2500/1000/100Mbps PCI Express 2.5Gigabit Ethernet Karte RJ45 Netzwerkkarte 2.5Gbit mit Thermal Design für PC mit Low Profile-Rot(Treiber Erforderlich)
Passendes Hot-Swap-Gehäuse
SilverStone Technology CS351, Hot-Swapping-fähiges SAS-12G-/SATA-6G-NAS-Gehäuse mit 5 Einschüben und hoher Leistung, SST-CS351, Schwarz
ASRock mb Intel n100m
Ziyituod SATA Karte, PCIE 3.0, 4 Ports mit 4 SATA-Kabeln, SATA-Controller-Erweiterungskarte mit Low-Profile-Halterung, Non-Raid, Booten als Systemfestplatte
ORICO 2.5GBase-T PCIe Netzwerkadapter 2500/1000/100Mbps PCI Express 2.5Gigabit Ethernet Karte RJ45 Netzwerkkarte 2.5Gbit mit Thermal Design für PC mit Low Profile-Rot(Treiber Erforderlich)
SilverStone Technology CS351, Hot-Swapping-fähiges SAS-12G-/SATA-6G-NAS-Gehäuse mit 5 Einschüben und hoher Leistung, SST-CS351, Schwarz
133,52 EUR
29,00 EUR
Preis nicht verfügbar
194,90 EUR
Das NAS-Mainboard (N100M)
ASRock mb Intel n100m
ASRock mb Intel n100m
133,52 EUR
SATA-Erweiterungskarte
Ziyituod SATA Karte, PCIE 3.0, 4 Ports mit 4 SATA-Kabeln, SATA-Controller-Erweiterungskarte mit Low-Profile-Halterung, Non-Raid, Booten als Systemfestplatte
Ziyituod SATA Karte, PCIE 3.0, 4 Ports mit 4 SATA-Kabeln, SATA-Controller-Erweiterungskarte mit Low-Profile-Halterung, Non-Raid, Booten als Systemfestplatte
29,00 EUR
2.5 Gigabit PCIe
ORICO 2.5GBase-T PCIe Netzwerkadapter 2500/1000/100Mbps PCI Express 2.5Gigabit Ethernet Karte RJ45 Netzwerkkarte 2.5Gbit mit Thermal Design für PC mit Low Profile-Rot(Treiber Erforderlich)
ORICO 2.5GBase-T PCIe Netzwerkadapter 2500/1000/100Mbps PCI Express 2.5Gigabit Ethernet Karte RJ45 Netzwerkkarte 2.5Gbit mit Thermal Design für PC mit Low Profile-Rot(Treiber Erforderlich)
Preis nicht verfügbar
Passendes Hot-Swap-Gehäuse
SilverStone Technology CS351, Hot-Swapping-fähiges SAS-12G-/SATA-6G-NAS-Gehäuse mit 5 Einschüben und hoher Leistung, SST-CS351, Schwarz
SilverStone Technology CS351, Hot-Swapping-fähiges SAS-12G-/SATA-6G-NAS-Gehäuse mit 5 Einschüben und hoher Leistung, SST-CS351, Schwarz
194,90 EUR

Neben dem ASRock N100M ist auch eine ITX-Version erhältlich: Welches Motherboard ist besser?

Nicht weniger interessant ist das ASRock N100DC-ITX (ASR 90MXBLM0), welches ebenso wie das ASRock N100M auf die Intel N100 (Intel 12. Gen) CPU basiert. Bei dem ITX-Board wird leider nur eine Max. Kapazität von 16 GB Arbeitsspeicher (DDR4) unterstützt. Angesichts dessen empfehle ich für den Einsatz als Homeserver oder für den Selbstbau einer eigenen NAS, doch eher die ASRock N100M Platine.

Das Board unterstützt zwar auch nur Single-Channel-RAM, das allerdings bis zu einer Kapazität von 32 GB DDR4. Wer auf seinem Server einen Hypervisor installieren möchte, um virtuelle Maschinen und Container zu hosten, wird von dem doppelt so großen Speicher profitieren können.

Damit ein angemessenes Software-RAID mit genügend Festplatten implementiert werden kann, benötigen wir außerdem eine SATA-Erweiterungskarte. So haben wir ohne Erweiterung nur zwei SATA-Anschlüsse zur Verfügung. Einer der vorhandenen PCIe 3.0 Slots sollte daher für eine SATA-Erweiterungskarte verwendet werden. 

So können problemlos bis zu 8-Festplatten im NAS-System betrieben werden. Den zweiten PCIe Steckplatz würde ich in meinem Fall für eine 2.5Gbit Netzwerkkarte einplanen. Das hängt aber von der eingesetzten Umgebung ab und ob das Netzwerk und die bereits vorhandene Infrastruktur diese Geschwindigkeiten unterstützt (Router/Switch).

Warum die Intel N100 CPU die beste Wahl für Homeserver und NAS-Systeme ist

Die Vorteile bei dem neuen Mainboard ASRock N100M mit der Alder-Lake-CPU liegen auf der Hand. Alder-Lake basiert auf Intels 12. Prozessor-Generation. Wir erhalten eine moderne Architektur mit vier leistungsstarken Kernen. Durch die Fertigung in 10-Nm sind hohe Taktraten bei gleichzeitig niedrigen Energiekosten möglich. Das ist sensationell und vom Kosten- und Nutzfaktors die deutlich bessere Alternative zu ARM-SoCs.

Selbstverständlich beherbergt der Prozessor die Virtualisierungstechnologie von Intel (Intel-VT). Dank der vollständigen Unterstützung des Linux-Mainline-Kernels laufen so gut wie alle modernen Server- und NAS-Distributionen, die im Kern auf UNIX/Linux basieren. Proxmox-VE, VMware, TrueNAS und FreeBSD können genauso wie OpenMediaVault, Ubuntu oder Debian auf diesem System installiert und ohne Einschränkungen im Dauerbetrieb verwendet werden. Der integrierte SATA-Controller, sowie die vorhandenen PCIe Steckplätze verfügen über einzelne IOMMU-Gruppen, sodass PCI-Passthrough an einzelne VMs sogar ist.

Zusammenfassung & Konnektivität

Die Intel N100 ist in vielerlei Hinsicht eine interessante CPU. Sie ist erschwinglich, leistungsstark und sie verbraucht trotz ihrer hohen Taktraten nur sehr wenig Strom (6W TDP).  Damit löst sie die Vorgängerserie N5105 erfolgreich ab. Für dessen Prozessoren keine SoC-Mainboards existieren. Leider verfügt das ASRock N100M nur über einen einzelnen Speicherkanal, also kein Dual-Channel-Betrieb. Das ist für die Verwendung als Homeserver oder für eine Selbstbau-NAS allerdings zu verkraften.

Es wäre natürlich ein Traum gewesen, wäre bereits ab Werk eine 2.5GbE Netzwerkkarte verbaut. Aber das wäre für den aktuellen Preis von rund 130,00 Euro vermutlich etwas zu viel des Guten gewesen. Wir erhalten hier eine tolle Platine für Selbstbau-Enthusiasten und das aktuell beste Mainboard für Homeserver/NAS-Systeme (Meinung).

Anschlüsse:

  • 2x USB 3.2
  • 4x USB 2.0
  • 1x HDMI
  • 1x VGA
  • 1x USB-C
  • 1x Gigabit Ethernet (Realtek 8111H)
  • PS2 / 7.1 CH HD Audio (Realtek ALC897)
ASRock N100M Alder-Lake Mainboard

6 Kommentare on “ASRock N100M: Das beste Mainboard als Grundlage für die Selbstbau-NAS?

    1. Garantiert. Der x16-Slot hat PCIe 3.0 x2, also müsste sogar eine Dual-10GbE-Karte funktionieren, allerdings nicht mit voller Geschwindigkeit, aber evtl. mit 2 x 800-900 MB/s. Single-10GbE jedenfalls dürfte eigentlich kein Problem sein. (Evtl. sogar mit voller Geschwindigkeit?) Problem ist der Stromverbrauch: Soweit ich weiß, unterstützen ohne tiefe System-Tweaks nur Karten mit Intel X720 das ASPM. Wäre ziemlich blöde, ein Low-Power-Board zu kaufen (15 W idle mit aktuellem BIOS), was dann gleich mal 15 bis 20 W mehr braucht, nur weil man die falsche NIC verbaut hat. Ansonsten: super Board. 2 x SATA on-board, 6 x SATA über die M.2 Key M x2 Schnittstelle, 4 x SATA über die PCIe 3.0 x1, d.h. maximal 12 HDDs oder 8 SATA SSDs mit nahezu maximaler Geschwindigkeit… plus ein weiterer Slot für eine NIC. Viel mehr braucht man eigentlich nicht.

      1. Tippfehler: Es ist der X710 von Intel, nicht X720. So wie ich das online lesen kann, gibt es ein Shell-Skript, mit dem man auch für ein paar andere NICs (mit anderen Chipsets), die zwar offiziell das ASPM unterstützen, das out-of-the-box (auf Unraid) dann aber doch nicht klappt, das ASPM aktivieren kann, m.W. u.a. für Karten mit dem Marvell/Aquantia AQC100 sowie für eine der (neueren) Mellanox-Versionen. Ich persönlich, der übrigens das ASRock N100M auch auf der Liste für ein NAS-Build hat, würde dann, auch wenn’s etwas teurer wird, doch eher eine Intel X710-DA2 einbauen wollen: Plug & Play ohne ASPM-Scripting.

  1. Danke für deinen Bauvorschlag. Ich liebäugele schon etwas länger, mir ein passendes NAS zu bauen und da kommt dein Artikel gerade richtig. Ich habe schon mal vorsorglich alles von oben, über die Links, in meinen AMZ Warenkorb gepackt.

    Planst du ein lüfterloses Netzteil einzubauen, oder Standard ATX?

    Welche NAS Software würdest du da einsetzen? Oder ist geplant?

    Danke für die Infos 🙂

    1. Ja, spannend. Er stellt das ASROCK Board vor. Nur für externe Netzteile.
      Es gibt aber auch von ASUS das PRIME N100I-D D4. mini-ITX.
      Hat einen Stromanschluss für interne PC Netzteile. Jedoch nur 1x sata. 16GB DDR4.
      Hier kommt dann seine angegebene sata Erweiterungskarte ins Spiel. Dann wird für mich die Sache runder.
      Bin gespannt was beim Stromverbrauch rauskommt. Habe gelesen, dass unter 15W im Idle bei ASRock nichts läuft und man auf BIOS Updates hofft.

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