Trigkey Green G4 Mini PC mit Intel N100 im Review (Benchmarks)

In diesem Review habe ich die Performance und die Alltagstauglichkeit eines auf Intel N100 Prozessor (Alder Lake) basierenden Mini-PCs von der Marke Trigkey getestet. Hierbei handelt es sich um das Modell Green G4. Mit einer sehr geringen Leistungsaufnahme und einer TDP von 6 Watt, zählen die Mini-Computer mit dem verbauten Alder-Lake-N-Chips (N95, N100, N200) zu den sparsamsten und zeitgleich modernsten Systemen, die aktuell auf dem Markt erhältlich sind.

Aufgrund der sehr geringen TDP entsteht während des Betriebs nur wenig Abwärme, sodass die CPUs der Alder-Lake-N-Serie sogar problemlos in lüfterlosen Computer und Notebooks eingesetzt werden können. Die meisten Mini PCs verfügen jedoch über eine aktive Kühlung, damit die N-Prozessoren ihre hohen Taktraten ohne Einschränkungen abrufen können. So auch bei diesem Testgerät. 

Neben den in dieser Kategorie (Mini-Computer) bekannten Marken: Beelink, NiPoGi und Geekom, versucht jetzt auch der chinesische Hersteller Trigkey auf dem wachsenden Markt der Embedded Computer in Deutschland Fuß zu fassen. Zum Primeday habe ich ein Modell erworben, um das System auf Herz und Nieren zu überprüfen. 

Im Testbericht zeige ich euch zunächst das äußere Erscheinungsbild und die Verpackung mit dem enthaltenen Lieferumfang. Ich habe den Mini-PC aufgeschraubt, um das Innenleben mit der verwendeten Hardware einzusehen. Wie viel Computer erhalten wir zu einem Preis von unter 200,00 Euro? Finden wir es heraus!

Inhaltsverzeichnis: TRIGKEY G4 Intel Mini PC N100 12th Gen Intel Alder Lake (Review)

Der Trigkey Green G4 Mini PC aus dem Test verfügt über die folgenden Hardware-Spezifikationen:

  • Modell: Trigkey Green G4
  • CPU: Intel Alder Lake N100 Prozessor (4 Kerne – 3.4 GHz)
  • Grafikkarte: Intel Xe mit 24 EUs
  • RAM: 16GB DDR4 3200MHz (Single-Channel)
  • Speicher: 500GB SSD (NVMe)
  • Netzwerk: WiFi 6, 1 Gbit LAN, Bluetooth 5.2
  • Netzteil: 12V x 3A = 36 Watt (Max.)
  • Anschlüsse: 4x USB 3.2, 1x RJ45-Ethernet, 2x HDMI, 1x 3,5 Audioklinke
Das Testgerät aus dem Review
Mini PC Green G4 N100 Intel Alder-Lake N100
ARZOPA Portable Monitor, 15.6 Inch 1080 FHD Portable Monitor with External HDR Eye Care Screen and HDMI/Type-C/USB-C, for Laptop/PC/Mac/PS4/Xbox
Logitech MX Keys Mini Tastatur + MX Anywhere 3S kabellose Maus – flüssiges Tippen, beleuchtete Tasten, schnelles Scrollen, Bluetooth, kompatibel mit Mehreren Betriebssystemen – Graphit, QWERTZ-Layout
Mini PC Green G4 N100 Intel Alder-Lake N100
ARZOPA Portable Monitor, 15.6 Inch 1080 FHD Portable Monitor with External HDR Eye Care Screen and HDMI/Type-C/USB-C, for Laptop/PC/Mac/PS4/Xbox
Logitech MX Keys Mini Tastatur + MX Anywhere 3S kabellose Maus – flüssiges Tippen, beleuchtete Tasten, schnelles Scrollen, Bluetooth, kompatibel mit Mehreren Betriebssystemen - Graphit, QWERTZ-Layout
Preis nicht verfügbar
123,75 EUR
153,32 EUR
Das Testgerät aus dem Review
Mini PC Green G4 N100 Intel Alder-Lake N100
Mini PC Green G4 N100 Intel Alder-Lake N100
Preis nicht verfügbar
ARZOPA Portable Monitor, 15.6 Inch 1080 FHD Portable Monitor with External HDR Eye Care Screen and HDMI/Type-C/USB-C, for Laptop/PC/Mac/PS4/Xbox
ARZOPA Portable Monitor, 15.6 Inch 1080 FHD Portable Monitor with External HDR Eye Care Screen and HDMI/Type-C/USB-C, for Laptop/PC/Mac/PS4/Xbox
123,75 EUR
Logitech MX Keys Mini Tastatur + MX Anywhere 3S kabellose Maus – flüssiges Tippen, beleuchtete Tasten, schnelles Scrollen, Bluetooth, kompatibel mit Mehreren Betriebssystemen – Graphit, QWERTZ-Layout
Logitech MX Keys Mini Tastatur + MX Anywhere 3S kabellose Maus – flüssiges Tippen, beleuchtete Tasten, schnelles Scrollen, Bluetooth, kompatibel mit Mehreren Betriebssystemen - Graphit, QWERTZ-Layout
153,32 EUR

Der äußerliche Eindruck vom Trigkey Green G4 Mini PC mit Intel N100 CPU

Das Gehäuse ist vollständig aus Plastik und der Mini-PC hat ein geringes Eigengewicht von nur 268 Gramm. Das Produkt riecht direkt nach dem Auspacken etwas chemisch. Es sind keine USB-C-Anschlüsse vorhanden. So liegt der Verpackung lediglich ein gewöhnliches DC-Netzteil für die Stromversorgung bei. Der Einschalter am Mini-PC ist gummiert und hat einen etwas schwammigen Druckpunkt. Ansonsten ist das Gehäuse schlicht und unauffällig.

Die Verarbeitungsqualität wirkt von allen Seiten ordentlich. Es ist gut, dass man beim Trigkey Green G4-Minicomputer auf einen VGA-Anschluss verzichtet hat. Auch im Jahr 2023 ist diese veraltete Technologie noch an so einigen Computern vorzufinden. Zwei HDMI-Anschlüsse sind für den Betrieb von bis zu zwei Monitoren zur gleichen Zeit vorhanden. 

Verpackung und Lieferumfang

Die Verpackung des Trigkey Green G4 Mini-PCs besteht aus dünner Pappe und es befindet sich nur wenig Plastik im Lieferumfang. Das finde ich klasse. Neben einer Anleitung, die tatsächlich auch einen deutschen Teil enthält und über die grundlegende Bedienung aufklären soll, befinden sich ein DC-Netzteil, ein HDMI-Kabel und eine Metallplatte mit Schrauben im Lieferumfang. Mit diesem Zubehör kann der Computer an die Rückseite eines Monitors bzw. Fernsehers mit VESA-Halterung befestigt werden.

Innenaufbau: Ein Blick unter die Haube des Mini Computers

In das Innere des Trigkey Green G4 Mini PCs gelangen wir über die vier leicht zugänglichen Schrauben auf der Unterseite des Gehäuses. Hier finden wir den Arbeitsspeicher. Der Arbeitsspeicher im SO-DIMM Slot arbeitet im Single-Channel und kann ausgetauscht werden. Das macht den Mini PC von Trigkey wartungsfreundlich und aufrüstbar. Verbaut wurde ein einzelner 3200 MHz schneller Riegel (DDR4).

Die NVMe SSD im M.2-Slot wird zusätzlich mit einem Wärmeleitpad gekühlt. Auch die SSD kann mit dem Lösen einer einzelnen Schraube ausgewechselt werden. Möchten wir den Festplattenspeicher erweitern, besteht noch die Möglichkeit, eine 2,5“ SSD in das HDD-Interface an der Abdeckung hineinzuschieben. Das ist eine tolle und kostengünstige Möglichkeit der Speichererweiterung. Im Test wurde der Speicher sofort erkannt.

Der erste Start und die Einrichtung von Windows 11

Windows 11 Pro ist bereits auf dem Mini PC bei Auslieferung installiert. Sobald das System hochgefahren wurde, kann die Einrichtung beginnen. Es befindet sich keine Bloatware oder unerwünschte Software vom Systemhersteller auf dem Computer. Das ist bei chinesischer Hardware keineswegs garantiert.

Keine Bloatware auf dem Intel N100 Mini PC - Review

Ausschließlich die Windows-eigene Bloatware und die vorinstallierten Applikationen überschwemmen, wie von Microsoft gewohnt, das Startmenü. Zuerst muss also aufgeräumt werden und anschließend folgen die üblichen Windows-Updates. Auf dem Systemlaufwerk befindet sich ein Ordner mit verschiedenen Treiberpaketen. 

Manuell muss allerdings nichts davon ausgeführt oder installiert werden, weil die Systemtreiber bereits von Anfang an auf dem Trigkey G4 Mini-PC installiert sind. Es kann jedoch nicht schaden, den Ordner auf ein externes Speichermedium oder auf die Cloud zu sichern, falls wir zukünftig einmal ein anderes Betriebssystem installieren möchten (z. B. Linux).

Ein Ordner mit Treiber für den Trigkey Computer befindet sich auf Laufwerk C

Wireless-LAN, Bluetooth und alle USB-Anschlüsse wurden auf Anhieb und ohne Probleme erkannt. Der erste Eindruck ist wirklich gut. Das System arbeitet schnell und zuverlässig. Die Lautstärke von den verbauten Lüftern ist zwar wahrnehmbar, aber äußerst gering. Hinter einem Monitor angebracht, würde man wahrscheinlich keinerlei Geräusche mehr wahrnehmen können, so meine eigene Einschätzung.

Benchmarks: Wie gut schneiden CPU, GPU, SSD und RAM im Stresstest ab?

Die beliebtesten Benchmarks möchte ich euch nicht vorenthalten. So habe ich das System aus dem Testbericht durch so einige Leistungstests geschickt. Die nachfolgenden Grafiken zeigen euch verschiedene Auswertungen der gemessenen GPU- und CPU-Leistung. Auch der Arbeitsspeicher und die NVMe SSD wurden auf die Leistungsfähigkeit hin überprüft. 

Verwendet wurden die folgenden Benchmark-Programme:

Time Spy Score: 372 (CPU score 2512)

Cinebench R23: Multi-Core 2719 / Single-Core: 918

Weitere Tests auf dem Screenshots: AIDA64 Cache & Memory Benchmark, CrystalDiskMark

Ist Gaming mit einer Intel Alder Lake N100 CPU möglich?

Rein von den Leistungsdaten her weist der im Mini-PC verbaute Intel Alder-Lake N100 Prozessor ungefähr die Leistung eines Prozessors aus der Skylake Generation (Intel i5 6500) von vor 8-Jahren auf. Das dürfte für die allermeisten Spiele tatsächlich noch immer ausreichend sein.

Der Flaschenhals ist hierbei allerdings die integrierte Grafikeinheit (Intel Xe). Die von 32 möglichen EUs auf 24 EUs beschnitten worden ist. Damit laufen die meisten Spiele nur noch auf niedrigen bis mittleren Einstellungen. Einige eSport-Titel wie League of Legends oder CS:GO, die grafisch betrachtet nicht zur Oberliga gehören, sind genauso wie Retro-Spiele, ohne Probleme und in ausreichend guter Qualität (ruckelfrei) auf dem Intel N100 Mini-PC spielbar. Deutlich mehr Performance in Bezug auf die Frames können wir allerdings von den Computern mit DDR5-Arbeitsspeicher erwarten.

Hinweis: Der auf den Bildern verwendete Monitor hat die Energieeffizienzklasse A erhalten. Das macht ihm zum perfekten Bildschirm, gemeinsam mit dem Green G4 Mini-PC aus dem Testbericht! Monitor auf Amazon ansehen*

Die Preise für Mini-PCs mit verbauten DDR5 Arbeitsspeicher liegen derzeit jedoch erheblich, teilweise sogar doppelt so hoch wie bei denselben Systemen mit DDR4 Arbeitsspeicher. Das ist ein Aufpreis, der sich für die wenigsten von uns ernsthaft lohnen wird. Auch wenn Gaming zu einem gewissen Umfang möglich wäre, spricht der Green G4 Mini PC von Trigkey wohl eher eine andere Zielgruppe an. Das System möchte sehr erschwinglich sein, wenig Strom verbrauchen und genügend Leistung für Multimedia-Unterhaltung am PC mitbringen. Und eben genau das bekommen die Käufer auch.

Zusammenfassung und Fazit

Der Trigkey Green G4 Mini-PC aus meinem Testbericht stellt sicher keine Rekorde im Hinblick auf die Leistung auf. Das war mit dem verbauten N100 Prozessor aus der modernen Alder-Lake-Architektur (12. Gen) natürlich auch nicht zu erwarten. Berücksichtigen wir allerdings den sehr geringen Stromverbrauch des kleinen Computers und den ebenso niedrigen Anschaffungspreis von knapp unter 200,00 Euro, erhalten wir hier einen soliden Desktop-PC und eine deutlich leistungsstärkere Alternative zu Raspberry Pi- und älteren Intel-NUC-Computern.

Interessant dürfte das Modell nicht zuletzt auch für den Betrieb eines Homeserver mit einem Hypervisor wie Proxmox oder VMware sein. Die 4-Kerne können gemeinsam mit den schnellen 16 GB DDR4-Arbeitsspeicher eine erstaunliche Anzahl von virtuellen Maschinen und Container befeuern. Die Benchmarks waren, wie zu erwarten, aufgrund der im Mini-PC eingesetzten Hardware erstaunlich gut. Ich kann diesen PC definitiv weiterempfehlen. So gibt es eine uneingeschränkte Kaufempfehlung.

2 Kommentare on “Trigkey Green G4 Mini PC mit Intel N100 im Review (Benchmarks)

  1. Greetings from Florida my friend!
    How quiet is the fan and does it run continuously? Also, lately there has been discovered malware on some brands of these mini PC’s. Could you load the OS without having to be online? Log in with a „local account“ while offline is what I would want to do, so I could install security software before going online. Can you email me back to let me know you answered?
    Thank you.
    My grandmother on my dads side was from Germany by the way! Hope to visit there some day…

  2. hi.
    And thanks very very much, for your time, enthusiasm, review and in-depth info.

    Pre-buying, I lack information regarding the wifi/BT-part: Consists wifi/BT of a soldered or a M2.2230-socket/card solution.
    This is important to me, because wifi/BT performance & stability sometimes depends on brand, inter-operatability and wifi-stepping.

    In advance: Thanks!

    /Jan, Denmark

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