Proxmox auf den Raspberry Pi 4: Pimox 7 Installation (Tutorial)

Pimox Installation: Proxmox auf den Raspberry Pi 4 installieren

In dieser Schritt-für-Schritt Anleitung installieren wir Proxmox auf einen Raspberry Pi 4 mit dem populären Pimox-Projekt vom Herausgeber MinkeBox. Die kostenlose Software Pimox ist eine Modifikation der Virtualisierungsumgebung Proxmox-VE für den Raspberry Pi. Die aktuell erhältliche Version ist Pimox7, eine Portierung von Hypervisor Proxmox-VE 7, speziell modifiziert und optimiert für den Einsatz auf einen Raspberry Pi (SoC).

Nach der erfolgreichen Installation von Pimox auf dem Pi haben wir die Möglichkeit, Linux-Container und virtuelle Maschinen auszuführen. Besitzen wir mehrere Server auf Basis eines Pi’s können wir sogar Clusterumgebungen und komplexere IT-Infrastrukturen mit Docker und viele weitere Serverdienste implementieren. Ein großer Vorteil ist der sehr geringe Anschaffungspreis und der im Vergleich zu richtigen Servern erheblich niedrigere Stromverbrauch während des Betriebs.

Allerdings muss auch erwähnt werden, dass das hosten von VM’s und die Bereitstellung von mehreren Containern mit Pimox sehr Arbeitsspeicher hungrig sein kann, und wir hierbei auf maximal 8GB-RAM beschränkt sind. Deshalb empfehle ich unbedingt die Verwendung eines Raspberry Pi 4 mit 8GB RAM (siehe Verlinkungen). Selbstverständlich funktioniert die Pimox-Installation auch auf einem kleineren Modell mit nur 4- oder 2-Gigabyte Arbeitsspeicher. Dank integrierbarer Cluster erlaubt die Infrastruktur mit installiertem Pimox sogar eine gewisse Skalierung.

Inhaltsverzeichnis: Komplettanleitung für die Installation von Pimox7 auf den Raspberry Pi 4 (Proxmox-VE ARM)

Hardware-Empfehlungen für die Installation und den Betrieb von Pimox (Proxmox-VE auf den Raspberry Pi)

Neu
RESHUBO M.2 Erweiterungskarte USB 3.0 Bis M.2 SATA SSD Adapter für Raspberry Pi 4 Modell B Basis für Argon ONE V2 / M.2 GehäUse
  • Um es zu verwenden, müssen Sie nur die Unterseite des Argons durch die Erweiterungskarte ersetzen, und das Gehäuse kann jetzt SSD verwenden. Die Verwendung von Raspberry Pi 4-Hüllen wird aufgrund der von den Karten bereitgestellten USB 3.0-Anschlüsse empfohlen.
  • Argon ONE M.2 unterstützt UASP für Raspberry Pi 4, was bedeutet, dass Sie die Übertragungsgeschwindigkeiten Ihres SATA M.2-Laufwerks maximieren können.
  • Die Argon ONE M.2-Erweiterungskarte erweitert die Unterstützung für SATA M.2-SSDs, um die tatsächlichen potenziellen Geschwindigkeiten Ihres Raspberry Pi 4 zu maximieren. Jetzt können Sie über eine SATA M.2-SSD booten, um die Startzeit zu verkürzen und die Speicherkapazität im Vergleich zu herkömmlichen zu erhöhen -SD Karte.
  • Es ist kompatibel mit jeder M.2 SATA SSD mit Key-B und Key B und M. (nicht für NVME)
Neu
Hundnsney Argon ONE M.2 GehäUse für Raspberry Pi 4 Modell B M.2 SATA SSD auf USB 3.0 Platinen UnterstüTzung UASP Aluminium GehäUse mit Integriertem LüFter
  • Mit der erweiterten Unterstützung von Argon ONE M.2 Case für M.2-SATA-SSDs können Sie die tatsächlichen potenziellen Geschwindigkeiten Ihres für Raspberry Pi 4 maximieren. Sie können jetzt über eine M.2-SATA-SSD booten, um schnellere Startzeiten und eine größere Speicherkapazität zu erzielen im Vergleich zur herkömmlichen -SD-Karte.
  • Das Argon ONE M.2-Gehäuse bietet: 1. -Anschlüsse in voller Größe. 2. Energieverwaltungsmodi, die ein automatisches Booten ermöglichen
  • Argon ONE M.2 wird von UASP für den für Raspberry Pi 4 unterstützt, sodass Sie die Übertragungsgeschwindigkeiten Ihres M.2 SATA-Laufwerks maximieren können. Es ist kompatibel mit jeder M.2 SATA SSD mit Key-B und Key BandM.
  • 3. Integrierte IR-Unterstützung mit optimierten Konfigurationsoptionen. 4. Integrierte M.2 SATA SSD-Unterstützung über die USB 3-Anschlüsse des für Raspberry Pi 4.
  • M.2 SATA SSD auf USB3.0-Karte Merkmale: 1. Akzeptiert M.2 SSD NGFF-Schlüssel B und Schlüssel B + M, 2. SSD-Größe: NGFF M.2 2280 2260 2242 2230, 3. Chipest: ASMedia Technologies - ASM1153E, 4. Kompatibel mit USB 3.0 Specification Revision 1.0, 5. Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 6 Gbit / s
Neu
Doumneou Argon ONE M.2 GehäUse für Raspberry Pi 4 Modell B M.2 SATA SSD auf USB 3.0 Platinen UnterstüTzung UASP Aluminium GehäUse mit Integriertem LüFter
  • 3. Integrierte IR-Unterstützung mit optimierten Konfigurationsoptionen. 4. Integrierte M.2 SATA SSD-Unterstützung über die USB 3-Anschlüsse des für Raspberry Pi 4.
  • Das Argon ONE M.2-Gehäuse bietet: 1. -Anschlüsse in voller Größe. 2. Energieverwaltungsmodi, die ein automatisches Booten ermöglichen
  • Mit der erweiterten Unterstützung von Argon ONE M.2 Case für M.2-SATA-SSDs können Sie die tatsächlichen potenziellen Geschwindigkeiten Ihres für Raspberry Pi 4 maximieren. Sie können jetzt über eine M.2-SATA-SSD booten, um schnellere Startzeiten und eine größere Speicherkapazität zu erzielen im Vergleich zur herkömmlichen -SD-Karte.
  • Argon ONE M.2 wird von UASP für den für Raspberry Pi 4 unterstützt, sodass Sie die Übertragungsgeschwindigkeiten Ihres M.2 SATA-Laufwerks maximieren können. Es ist kompatibel mit jeder M.2 SATA SSD mit Key-B und Key BandM.
  • M.2 SATA SSD auf USB3.0-Karte Merkmale: 1. Akzeptiert M.2 SSD NGFF-Schlüssel B und Schlüssel B + M, 2. SSD-Größe: NGFF M.2 2280 2260 2242 2230, 3. Chipest: ASMedia Technologies - ASM1153E, 4. Kompatibel mit USB 3.0 Specification Revision 1.0, 5. Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 6 Gbit / s

Betriebssystem herunterladen und installieren (Schritt 1.)

Wir installieren Pimox auf unseren Raspberry Pi mit dem Raspberry Pi OS 64-Bit Lite. Die Lite-Version beinhaltet nur die wichtigsten Funktionen und kommt allgemein mit etwas weniger Rechenleistung zurecht, die wir für die modifizierte Proxmox-VE-Version auf dem Raspberry Pi gerne einsparen möchten.

Raspberry Pi Imager herunterladen:

Lade zuerst die aktuellste Ausgabe des Pi-Imagers von der offiziellen Webseite herunter und installiere die Software auf deinen Computer. In diesem Tutorial verwenden wir die Windows-Version, der Imager ist jedoch auch für MacOS und Linux Ubuntu erhältlich.

Download: https://www.raspberrypi.com/software/

Proxmox mit Pimox 7 auf den Raspberry Pi 4 installieren

Nach der erfolgreichen Installation kannst du die Software direkt ausführen. Wähle das Betriebssystem „RASPBERRY PI OS LITE (64-BIT)“ und selektiere die im Computer eingeschobene SD-Karte (MicroSD) oder alternativ einen eingeschobenen USB-Stick/externe SSD (empfohlen) für die Installation des Betriebssystems. Klicke anschließend auf das Zahnrad für weitere Anpassungen.

Erweiterte Optionen:

Wähle einen Hostnamen: pimox

Setze einen Haken in das Kontrollkästchen um SSH zu aktivieren und wähle einen Benutzernamen „pi“ und ein beliebiges Passwort für den Zugriff von anderen Clients aus über SSH. Bestätige die Eingaben und klicke die Schaltfläche „Schreiben“. 

Hinweis: Alle Daten die sich auf der SD-Karte befinden werden gelöscht!

Raspberry Pi starten und über SSH eine Verbindung herstellen für die Installation von Pimox 7 (Schritt 2.)

Platziere den Raspberry Pi jetzt an einen beliebigen Ort und verbinde das Netzteil für die Stromversorgung und das LAN-Kabel (RJ45-Ethernet). Warte bis zu zwei Minuten bis der Raspberry Pi 4 komplett hochgefahren worden ist.

IP-Adresse herausfinden:

Damit wir uns mit dem Pi für die Installation von Proxmox-VE (Pimox) über SSH verbinden können, müssen wir zuerst einmal die vom DHCP-Server vergebene IP-Adresse ausfindig machen. Das kann im Router bzw. am DHCP-Server erfolgen oder mit einem einzigen Befehl über die PowerShell.

Navigiere mit dem Mauszeiger auf das Windows-Symbol in der Taskleiste und führe einen rechten Mausklick durch. Öffne das Windows-Terminal oder die PowerShell als Administrator und führe den folgenden Befehl aus:

Resolve-DnsName pimox

Notiere dir die nun angezeigte IP-Adresse von deinem Raspberry Pi 4 (siehe Screenshot).

Eine Verbindung über SSH herstellen:

Nun, wo uns die IP-Adresse bekannt ist, benötigen wir einen SSH-Client für die Fortführung der Installation. Die Zugangsdaten für einen Zugriff haben wir ja bereits im ersten Schritt konfiguriert. Ich verwende die kostenlose Software Putty, die Software kann hier heruntergeladen werden:

Download: https://www.putty.org/

Hinweis: Möchtest du keinen zusätzlichen SSH-Client auf deinen Computer installieren, kannst du einfach die PowerShell oder das Windows-Terminal verwenden. Beide Konsolen beherrschen den Verbindungsaufbau über SSH (Secure Shell).

Systemaktualisierung durchführen (Schritt 3.)

Überprüfe den aktuellen Stand der installierten Firmware mit dem folgenden Befehl:

sudo rpi-eeprom-update

Sollte eine Aktualisierung verfügbar sein, verwende den folgenden Befehl, um die Firmware vom Raspberry Pi 4 auf den neusten Stand zu bringen:

sudo rpi-update

Pimox 7 mit dem automatischen Installationsskript auf dem Raspberry Pi 4 installieren (Schritt 4.)

Installieren wir Pimox auf den Raspberry Pi 4 mit dem soweit vorkonfigurierten Installationsskript ersparen wir uns einiges an Arbeit, da uns manuelle Konfigurationsanpassungen abgenommen werden. Dafür wechseln zunächst auf den Root-Account um das Skript ausführen zu können:

sudo su root

Lade das Skript für die Pimox-Installation mit diesem Befehl direkt über das Terminal herunter:

curl https://raw.githubusercontent.com/pimox/pimox7/master/RPiOS64-IA-Install.sh > RPiOS64-IA-Install.sh

Dieser Vorgang dauert in der Regel nur wenige Sekunden. Das Skript muss, wie von Unix-basierten Systemen gewöhnt, noch ausführbar gemacht werden:

chmod +x RPiOS64-IA-Install.sh

Das Installationsskript ausführen:

./RPiOS64-IA-Install.sh

Anschließend wird die aktuellste Version von Proxmox-VE (Pimox) auf deinen Raspberry Pi Modell 4 installiert. Dieser Vorgang kann einige Minuten deiner Zeit in Anspruch nehmen. Führe nach der erfolgreichen Installation einen Systemneustart durch. 

Es ist nicht ausgeschlossen, dass Fehlermeldungen von dem PVE-Manager und Proxmox-VE ausgegeben werden, die nach einem Neustart schnell behoben werden, indem wir ein einfaches Upgrade durchführen:

sudo apt-upgrade -y

Die Installation von Pimox ist jetzt erfolgreich abgeschlossen. Über die IP-Adresse kannst du auf die Weboberfläche (Proxmox-VE GUI) über einen beliebigen Browser zugreifen. Der Standard-Port auf den Pimox lauscht lautet 8006. Für die Authentifizierung (Login) werden die Zugangsdaten deines Root-Accounts verwendet. Ist kein Zugriff möglich, kannst du mit dem passwd-Befehl das Passwort manuell festlegen.

Zugriff auf Proxmox-VE über den Browser (Beispiel):

192.168.178.82:8006
Erster Aufruf auf die Weboberfläche von Pimox (Raspberry Pi 4 Version)

Proxmox manuell auf den Raspberry Pi 4 installieren (Alternative Installation von Pimox 7)

Sollte es bei der Installation von Pimox mit dem vorkonfigurierten Skript zu Problemen führen oder bist du einfach ein Mensch, der gerne etwas mehr Kontrolle über die Installation von neuen Anwendungen haben möchte, gibt es selbstverständlich auch die Möglichkeit, Proxmox manuell auf den aktuellen Raspberry Pi 4 zu installieren.

Führe dafür zunächst eine Aktualisierung durch:

sudo apt update && sudo apt upgrade -y

Verwende den Nano-Editor und füge einen Hostnamen hinzu:

sudo nano /etc/hostname
Hostname Pimox in die Konfiguration einpflegen

Trage den Hostnamen pimox in die Datei ein (siehe Screenshot). Speicher die Änderungen ab (STRG +S) und verlasse den Editor wieder (STRG + X).

Hosts Konfigurieren:

nano /etc/hosts

Füge eine IP-Adresse und den gewünschten Hostnamen hinzu. Kommentiere die Zeile, wie auf dem Screenshot ersichtlich, aus.

Manuelle Pimox Installation auf den Raspberry Pi (Proxmox-VE)

Speichere die Änderungen ab und vergebe deinen Pi-Proxmox-Server nun eine statische IP-Adresse. Achte bei der Konfiguration darauf, die korrekte IP-Adresse deines Routers einzutragen:

Statische IP-Adresse, DNS-Server und Router manuell vergeben:

nano /etc/dhcpcd.conf
interface eth0
static ip_address=192.168.178.82/24

static routers=192.168.178.1
static domain_name_servers=192.168.178.1

Übernehme die Konfiguration und starte deinen Raspberry Pi mit dem folgenden Befehl einmal neu, damit die Änderungen wirksam werden. Verbinde dich anschließend über die eingepflegte IP-Adresse mit einem SSH-Client deiner Wahl:

reboot

Pimox Installation

Wechsel nach dem Neustart auf den Root-Account und lade die Software Pimox auf deinen Pi herunter. Verwende dafür die drei folgenden Befehle:

sudo -s
curl https://raw.githubusercontent.com/pimox/pimox7/master/KEY.gpg | apt-key add -
echo "deb https://raw.githubusercontent.com/pimox/pimox7/master/ dev/" > /etc/apt/sources.list.d/pimox.list

Aktualisiere die Paketquellen und installiere den Hypervisor Proxmox-VE:

apt update
apt install -y proxmox-ve

Der Installationsprozess kann bis zu einer halben Stunde deiner Zeit beanspruchen. Wurde noch kein Root-Passwort festgelegt, sollte spätestens jetzt eines vergeben werden, da der Root-Account für das Proxmox-Login über die Weboberfläche benötigt wird.

passwd

Starte deinen Raspberry Pi jetzt neu:

reboot

Linux-Bridge (eth0) erstellen:

Nach einen Systemneustart ist ein Zugriff auf das Proxmox-VE-GUI über die IP-Adresse möglich. Melde dich am Pimox-Server an und lege eine Linux-Bridge unter System > Network an. 

Trage in das Feld IPv4/CIDR die IP-Adresse deines Raspberry Pi 4 ein und in die Eingabemöglichkeit (Gateway) die IP-Adresse deines Routers. Sollte das Bridge-Interface nicht erstellt werden können, kann die Installation von dem folgenden Paket Abhilfe schaffen:

apt install ifupdown2

Fazit über die Verwendung von Pimox auf dem Raspberry Pi

Proxmox auf den Raspberry Pi 4 zu verwenden ist eine geniale Möglichkeit auf sehr engen Raum einen Servercluster mit Ausfallsicherheiten und Failover zu erstellen. Für private Projekte und kleine Serverdienste im Unternehmen können solche IT-Infrastrukuren sicher und praktisch eingesetzt werden. Wir müssen aber Berücksichtigen, dass die Angebote an vorkonfigurierten Container-Templates auf Pimox nicht angewendet werden können, da wir nur virtuelle Maschinen und Linux-Container für ARM-Prozessoren verwenden können. 

Downloads z.B. von Ubuntu oder Debian für ARM finden wir auf den offiziellen Webseiten der Distributionen. Es folgen einige Links für Linux-Distributionen die ich erfolgreich implementieren konnte.

Linux-Distributionen für ARM-Prozessoren für die Erstellung von VMs (virtuelle Maschinen) unter Pimox 7:

Download: Debian 11 ARM

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